Protest gegen die AfD Wahlkampfveranstaltung in Enkheim + Polizeischikane vor Kundgebung

30. September 2018

Protest gegen die AfD Wahlkampfveranstaltung in Enkheim + Polizeischikane vor Kundgebung

Am Samstag den 29.09.2018 versammelten sich ca. 150 Gegendemonstranten und Gegendemonstrantinnen vor dem Saalbau Volkshaus in Enkheim um gegen die kurzfristig angekündigte AfD Wahlkampfveranstaltung zu protestieren.
Aufgerufen zum Protest hatte das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus Rhein Main und wir die VVN-BdA Frankfurt.
Wir waren auch mit einem Infostand und unserer Ausstellung “Keine Alternative – eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD” vor Ort.

Angekündigt waren Mary Khan (Direktkandidatin Frankfurt), Uwe Junge (AfD RLP, Landessprecher) und Robert Lambrou (AfD Hessen, Landessprecher), zur Veranstaltung kamen in etwa 30-40 AfDler.
Mary Kahn ist die Tochter von Zahid Khans und Verfasser des Buches „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“. Eine gewisse Aufmerksamkeit bekam Zahid Khan durch angebliche Mordanschläge, die auf ihn ausgeübt wurden. Wie sich durch das Landgericht Darmstadt herausstellte, war es die Unwahrheit.
Seine Tochter hingegen macht nun Karriere in der AfD und in der Jungen Alternative.

Vor Beginn der Gegenkundgebung sorgte die Polizei mit Ihrem erscheinen an unserem Infostand für ein negatives Aufsehen.
Eine Gegendemonstrantin wurde an unserem Infotisch von 6 BFE-Beamten aufgefordert mitzukommen um Ihre Personalien festzustellen. Als Grund dafür wurde ein Verkehrsdelikt genannt. Sie fuhr über eine Rote Ampel. Die Polizisten reagierten teils sehr aggressiv auf unser Unverständnis und unserem geäußerten Protest über diese völlig übertriebene Maßnahme.
Dies war eindeutig Schikane und ein Einschüchterungsversuch von Seiten der Frankfurter Polizei.
Wir verurteilen dieses Verhalten der Frankfurter Polizei aufs schärfste und solidarisieren uns mit der betroffenen Person.

Desweiteren fielen zwei Rechte auf, die längere Zeit hinter der Ausstellung standen und uns beobachteten und abfotografierten. Einer der beiden trug eine Jogging Hose mit dem Aufdruck: “Leben ist Kampf – Generation die sich wehrt“. Diese Jogging Hose wird von dem Neonazi Versand NSV (Nordsachsen Versand) vertrieben.
Erst nachdem einige Antifaschisten sie enttarnten und sie über das Mikro aufgefordert wurden zu gehen, verschwanden die beiden in den Saalbau zur AfD Wahlkampfveranstaltung.

Wir sind solidarisch mit allen Antifaschisten/Innen die mit uns auf der Straße waren um gegen die Menschenverachtende Politik der AfD zu protestieren.

 

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ROCK GEGEN RECHTS

23. August 2018


Zur Homepage www. rock-gegen-rechts.info

und auf Facebook

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November 1918:

23. August 2018


Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts – Konterrevolution statt demokratischer Aufbruch

mit Klaus Gietinger

Montag, 24. September 2018, 18.00 Uhr
Gewerkschaftshaus Frankfurt, Raum 3

Ein flammendes Plädoyer dafür, die verpasste soziale Revolution zwischen Kieler Matrosenaufständen und Weimarer Republik dem Vergessen zu entreißen!

100 Jahre nach dem November 1918 spricht man nur noch vom »Kriegsende«, vom »Zusammenbruch des Kaiserreichs«.

Dabei war die Novemberrevolution tatsächlich ein Aufbruch, ein Aufbäumen gegen die herrschenden Klassen. Matrosen, Soldaten und Arbeiter waren noch bewaffnet – und sie hatten genug von den alten Eliten, sie wollten das allgemeine Wahlrecht, die Sozialisierung, wahrhaft demokratische Verhältnisse, die Zerschlagung des Militarismus und die Revolution – ein für alle Mal, jetzt oder nie!

Klaus Gietinger zeigt, wie es die  Führung der SPD und der Gewerkschaften verpasste, diesen aufkommenden Frühling  des 20. Jahrhunderts zu nutzen, um ein friedliches und dauerhaft demokratisches Deutschland zu schaffen.

Stattdessen erstarkte in den folgenden  Auseinandersetzungen die Reaktion. Garde-Kavallerie-Schützen-Division (GKSD) und  Freikorps setzten nun alles daran die  Menschen, welche für die  Umsetzungen der Hoffnungen der Novemberrevolution gekämpft hatten, auszumerzen. Am Beispiel des zeitweiligen Befehlshabers der GKSD Waldemar Pabst wird ersichtlich, woraus  ein gewichtiger Teil der faschistischen Bewegung entstand und wie diese Militaristen und Konterrevolutionäre von der Kaiserzeit über die Weimarer Republik und die Nazizeit bis in die Bundesrepublik die Geschicke Deutschlands mit bestimmten.

 

Klaus Gietinger (Foto: Matthias Becker)

Klaus Gietinger, geb. 1955. Sozialwissenschaftler, Drehbuchautor und Regisseur. Er schrieb und inszenierte diverse Tatorte. Im Verlag Nautilus erschienen »Eine Leiche im Landwehrkanal. Die Ermordung Rosa Luxemburgs (2009, Neuausgabe 2018), »Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst – eine deutsche Karriere« (2009) und »November 1918. Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts« (2018). Klaus Gietinger lebt in Saarbrücken.

Zum Flyer

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Auschwitz als Steinbruch

27. Juli 2018

Was von den NS-Verbrechen bleibt

Eine Lesung mit dem Autor
des gleichnamigen Buches Thomas Willms

am Sonntag, den 19. August 2018, um 11:00 Uhr
im Hochbunker, Friedberger Anlage 5-6

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der
Initiative 9. November e.V.

Staatliches Handeln bezüglich der Geschichte des NS-Regimes und insbesondere seiner Verbrechen findet weitgehend ohne Vorstellung darüber statt, wie, womit und in welcher Richtung sich Menschen tatsächlich ein Bild vom NS-Regime machen. Es tut sich eine dramatische Kluft auf zwischen dem, was die berufsmäßig oder auch ideell mit dem Thema Befassten wissen, denken, wollen und tun, und dem, was die große Mehrheit damit anstellt.

Thomas Willms geht deshalb von einer anderen Grundannahme aus. Das Geschichtsbild wird nicht vom Staat bestimmt, sondern auf dem Markt erhandelt. Der Markt ist zunächst tatsächlich als im engen Sinne wirtschaftlicher Prozess zu verstehen. Insbesondere der Zweite Weltkrieg wird in zunehmendem Maße ökonomisch verwertet. Eine ganze Industrie – Hersteller, Händler, Verleger, Journalisten und Medien – bedient weltweit einen beträchtlichen Kundenstamm. Die Umsätze übersteigen die Etats der Bildungsministerien um ein Vielfaches.

Wie die Verbrechen des NS-Regimes vergegenwärtigt werden, ist zunehmend einem ökonomischen und ideologischen Markt überlassen. Aus dem Zusammenhang gerissene Bilder haben bereits einen maßgeblichen Einfluss auf das Geschichtsbild. Dieser Prozess ist international und überlagert nationenspezifische geschichtspolitische Probleme. Thomas Willms stellt dar, was von den NS-Verbrechen bleibt, welche Aspekte der Erinnerungen von Zeitzeugen von Anfang an ignoriert wurden und welche Missverständnisse die Vorstellungen über Konzentrationslager bestimmen. In Essays, Analysen und Recherchen befragt er literarische und philosophische Werke, Museen, Filme, Fernsehserien, Graphic Novels, ein Puppenspiel und die Reenactment-­Bewegung danach, wie apologetisch oder aufklärerisch sie sich mit dem Zweiten Weltkrieg und den deutschen Massenverbrechen auseinandersetzen. Die Streifzüge beginnen in Italien und führen über Deutschland, Frankreich, Polen und Großbritannien in die USA.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Ein Klick: Der Flyer zur Veranstaltung

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