VVN-BdA Stammtisch am 7. Dezember

1. Dezember 2022

Jeden 1. Mittwoch im Monat:

VVN-BdA Stammtisch

Thema: Brasilien nach der Wahl
Vortrag und Diskussion mit Gisela Puschmann

Gisela Puschmann wird am Mittwoch, den 7. Dezember 2022 um 19 Uhr beim Stammtisch der VVN-BdA Frankfurt über den Ausgang der Wahlen in Brasilien berichten. Sie ist eine langjährige und ausgewiesene Kennerin der politischen Situation Brasiliens. Welche Folgen für das Land wird die Niederlage Bolsonaros haben? Welche Folgen, sind nach dem Wahlsieg Lula da Silvas zu erwarten? Wird es zu einem Putsch des Militärs und zu einem Bürgerkrieg in Brasilien kommen? Welche Auswirkungen wird das Wahlergebnis für Lateinamerika haben? Diese und weitere Fragen wird uns Gisela Puschmann beantworten.
Gisela Puschmann ist Juristin mit einem ihrer Schwerpunkte Brasilien und Mitglied in Vereinigungen mit brasilianischem Bezug :
Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer, São Paulo
Lateinamerika Verein e. V., Hamburg
Deutsch-Brasilianische Gesellschaft e.V.

07.12.2022 | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Frankfurt

Kommt vorbei!

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„Stoppt das Töten in der Ukraine – Aufrüstung ist nicht die Lösung“

17. November 2022

In Frankfurt am Main ruft ein Breites Bündnis am Samstag, den 19. November 2022 um 11Uhr auf dem Goetheplatz zu einer Friedensaktion auf.
Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen rufen unter dem Motto „Stoppt das Töten in der Ukraine – Aufrüstung ist nicht die Lösung“ zu Protesten auf.
Zum Bündnis gehören aktuell die Arbeitsgemeinschaft Dienst für den Frieden, attac, der Bund für Soziale Verteidigung, die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen, das Frauennetzwerk für Frieden, das Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung leben, Rheinmetall entwaffnen und die VVN-BdA
Von der Bundesregierung fordert das Bündnis, sich aktiv für eine diplomatische Lösung des Konflikts und für die Aufarbeitung von Völkerrechtsverbrechen einzusetzen. Außerdem sollen alle Menschen, die vor diesem und anderen Kriegen fliehen, sowie insbesondere Militärdienstentzieherinnen, Kriegsdienstverweigererinnen und Deserteur*innen in Deutschland und Europa Asyl finden können.
Die aktuelle Rüstungsspirale, an der viele Staaten der Welt, darunter Deutschland, beteiligt sind, müsse zum Wohle aller Menschen gestoppt werden. „Jeder Euro, Dollar, Griwna oder Rubel, der ins Militär fließt, fehlt im Kampf gegen globale Menschheitsprobleme wie die Klimakrise, Armut oder die Corona-Pandemie“, heißt es im Aufruf. Das Bündnis verurteilt den russischen Angriff auf die Ukraine.
🚩Die aufrufenden Organisationen grenzen sich dabei klar von Gruppen aus dem rechten Spektrum ab: „Für Menschen und Gruppen aus dem nationalistischen und antidemokratischen Spektrum ist auf unseren Aktionen kein Platz. Ebenso erteilen wir Menschen und Gruppen, die wissenschaftsfeindlich sind, die Journalist*innen angreifen, sowie Menschen und Gruppen, die Verschwörungsmythen anhängen und/oder Rassismus, anhängen und/oder Rassismus, Antisemitismus, Sexismus oder andere diskriminierende Botschaften verbreiten, eine Absage“.🚩

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Wir gedenken und mahnen

3. November 2022

84. Jahrestag der Pogrome des deutschen Faschismus

Am Donnerstag, 10. November 2022 um 17.00 Uhr gedenken wir an dem Platz vor der Festhalle, Friedrich-Ebert-Anlage, neben dem Messeturm, der Verbrechen, die der deutsche Faschismus verübt hat. Hier gibt es nun
einen würdigen Mahn- und Gedenkplatz im öffentlichen Bereich der Frankfurter Messe mit einer Kopie der Gedenkplatte, die an der Außenfassade der Festhalle angebracht ist.

Es sprechen:
Oberbürgermeister Peter Feldmann
Norbert Birkwald, Sprecher der VVN-BdA
Elisabeth Leuschner, Initiative 9. November e.V.
Musikalische Begleitung:
Maria & Nico, Akkordeon und Saxophon
Ute Christmann mit Chor
Ein Bass-Sänger trägt die Arie „In diesen heiligen Hallen“ vor.


Am 9. November 1938, vor nunmehr 84 Jahren, brannten in Deutschland 1.400 Synagogen, Gebetsräume und weitere jüdische Versammlungsstätten. Mehrere tausend Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört oder geschändet. Mehr als 400 Juden wurden ermordet oder in den Suizid getrieben.
In den folgenden Tagen wurden 30.000 Juden in Konzentrationslager verschleppt. Hunderte verloren dort in kurzer Zeit ihr Leben.
Dieses Novemberpogrom war der von den deutschen Faschisten verordnete und lückenlos geplante Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung zur systematischen Verfolgung und Vernichtung der Juden. Es handelte sich nicht, wie von den Nazis verbreitet, um einen Volksaufstand, sondern um Staatsterror, der zur Shoa und zur Ermordung von sechs Millionen Juden führte.
In Frankfurt ließen Nazischergen und SS am Abend des 9. November 1938 die Synagogen schänden, demolieren oder niederbrennen. Es traf nicht nur die Synagoge im Westend und am Börneplatz, auch die in der Friedberger Anlage, in Höchst und weiteren Stadtteilen wurden Opfer des braunen Terrors.

An den darauffolgenden Tagen wurden mehr als dreitausend männliche Juden verhaftet und in der Festhalle festgesetzt. Unter ihnen befand sich auch der Bass-Opernsänger Hans Erl, den der Gauleiter der NSDAP, Jakob Sprenger, zwang, aus Mozarts Zauberflöte die Arie „In diesen heiligen Hallen“ vorzutragen. Es wurde still.
Im Juni 1942, wurden Hans Erl und seine Ehefrau Sofie vermutlich im KZ Majdanek oder im Vernichtungslager Sobibor ermordet.
Der Name Hans Erls wird auf der Gedenktafel der Städtischen Bühnen genannt. Erl zu Ehren stellte man 1955 im Foyer der Oper eine von Alfred Müllergroß gestiftete und von Georg Mahr geschaffene Büste auf. Vor dem letzten Wohnort von Sofie und Hans Erl, in der Eschersheimer Landstraße 267, wurden zwei Stolpersteine zum mahnenden Gedenken verlegt.

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Mahnwache für den Frieden, 05.11.2022

2. November 2022

Liebe Friedensbewegte,

Am 05.11.2022 wird in Italien eine nationale Demo für den Frieden in Rom stattfinden. Sie wird von einer sehr breiten Plattform getragen, mit massiver Teilnahme der pazifistischen Organisationen, des katholischen Assoziationismus, der größten Gewerkschaften, und der Vereine und Parteien des linken Spektrums. ANPI bekennt sich auch mit Überzeugung dazu und setzt sich mit ihrer gesamten Organisation in Italien und Europa für den Erfolg der Demo ein.

Ziel der Demo ist, die breite, aber zersplitterte Bewegung, die sich seit Monaten für die Beendigung des Krieges in der Ukraine einsetzt, in eine einheitlichen Massenbewegung mit einer breiten Teilnahme der Bevölkerung zu verwandeln, und ihr Gestalt und Sichtbarkeit zu verleihen. Um dies zu erreichen, müssen wir uns auf das Ziel konzentrieren, einen sofortigen Waffenstillstand und anschließende Verhandlungen unter der Schirmherrschaft der UNO zu fordern, bei denen Europa eine führende Rolle spielen sollt.

Die Demo möchte auch ein Anstoß dazu geben, dass sich in ähnlicher Weise Friedensbewegungen in anderen europäischen Ländern zusammenschließen, um den vereinten Willen der Völker Europas zu repräsentieren: Einen Kontinent und eine Welt aufzubauen, in der Krieg nicht mehr zu den akzeptablen Optionen für die Lösung von Streitigkeiten zwischen Staaten und Staatenblöcken gehört.

In diesem Sinne hat unser Ortsverband ANPI Frankfurt zeitgleich mit der Demo in Rom eine Mahnwache in Frankfurt organisiert, der am Samstag, den 5. November von 13.00 bis 14.30 Uhr an der Hauptwache (am David-Goliath-Denkmal) in Frankfurt stattfinden wird.

Wir haben die deutschen Verbände, mit denen wir zusammenarbeiten, einbezogen und rechnen mit ihrer Beteiligung, angefangen bei der VVN-BdA, die uns organisatorische Unterstützung angeboten hat.
Wir bitten alle, nicht nur teilzunehmen, sondern die Einladung auch in Ihrem Bekanntenkreis zu verbreiten, um den Erfolg der Initiative zu sichern.

Solidarische Grüße,
ANPI Frankfurt
VVN-BdA Frankfurt

Die aufrufenden Organisationen grenzen sich dabei klar von Gruppen aus dem rechten Spektrum ab: Für Menschen und Gruppen aus dem nationalistischen und
antidemokratischen Spektrum ist auf unseren Aktionen kein Platz. Ebenso erteilen wir Menschen und Gruppen, die wissenschaftsfeindlich sind, die Journalist*innen angreifen, sowie Menschen und Gruppen, die Verschwörungsmythen anhängen und/oder Rassismus, Antisemitismus, Sexismus oder andere diskriminierende Botschaften verbreiten, eine Absage”. Man stehe für Menschenrechte ein und sei solidarisch mit allen Menschen, die sich gegen Krieg einsetzen.

weitere Infos: https://www.europeforpeace.eu/en/declaration/

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