ERINNERUNG – MAHNUNG – GEDENKEN

10. Mai 2022

Öffentliche Bücherlesung am 10. Mai 2022, 16:30 Uhr auf dem Römerberg

Pressemitteilung:

„…wo man Bücher verbrennt,

verbrennt man am Ende auch Menschen …“

… so hatte es Heinrich Heine in großer Hellsichtigkeit 1820 (Almansor) formuliert. Es ist mit der Machtübernahme der Nazis nach 1933 dann auch so gekommen: Millionen Menschen wurden diskriminiert, vertrieben, ermordet, und ein verheerender Krieg kostete Aber-Millionen Opfer.

Heute gibt es zunehmend Menschen, die offensichtlich aus der Vergangenheit nichts gelernt haben, die wieder versuchen, ihr rechtsextremistisches und faschistisches Gedankengut erneut zu propagieren, wieder Menschen nach ihrer Nationalität, ihrer Herkunft, ihrem Aussehen, ihrer Religion zu diskriminieren. Und es gibt immer mehr Menschen, die bereit sind, solche Haltungen zu bagatellisieren.

Zeit also, daran zu erinnern, wohin das führt.

Am 10. Mai 1933 passierte es mitten in Frankfurt: fanatisierte Studenten packten einen Leiterwagen voll mit Büchern, deren Autoren vom faschistischen Regime als „zersetzend“ angesehen wurden und verbrannten sie auf dem Frankfurter Römerberg unter dem hysterischen Gegröle ihrer Gesinnungsgenossen.

„An diesen Frevel erinnert wir an jedem 10. Mai, dem Tag der Erinnerung an die ‚verbrannten Bücher‘, so auch in diesem Jahr“, erklärt Anne Kahn, Sprecherin der der Frankfurter VVN-BdA. Der Frankfurter Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) lädt ein zur öffentlichen Lesung aus „verbrannten Büchern“, an der Gedenkplatte auf dem Römerberg, Dienstag, 10. Mai, ab 17:00 Uhr mit Rezitationen und musikalischen Beiträgen. Unter anderem lesen Bettina Kaminsky (Freies Schauspiel), Michael Hohmann (Romanfabrik), Elke Lamprecht (Naturfreunde) und die ehemalige Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen. Die musikalische Begleitung steuern bei: Maria (Saxophon), Nico (Akkordeon) und Chormitglieder verschiedener Chöre unter Leitung von Ute Christmann.

Für die Richtigkeit und für Nachfragen:

VVN-BdA-Sprecherin Anne Kahn, Mobil: +49 163 2577690, E-Mail: frankfurt@vvn-bda.de

Der 8. Mai 2022 mahnt: Die Waffen nieder

26. April 2022

Programm am 8. Mai 2022
Vormittags in der gesamten Stadt: Frankfurt wird ein Blumenmeer | Wir gedenken der Opfer des NS-Regimes und der Widerstandskämpfer*innen mit Blumen an Gedenktafeln, Gedenkstätten und Stolpersteinen.

Paulsplatz
12:00 Uhr – Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer des
NS-Regimes an der Paulskirche

Römerberg
Ab 12:00 Uhr – Die beteiligten Organisationen stellen sich mit Infoständen vor

13:00 Uhr – Eröffnung der Befreiungsfeier | Schultheater-Studio: Prolog „Damals war es Friedrich“ | (Zeitzeugengespräch mit „Sonny“ Sonneberg) | Endlich: Gedenkstätte KZ Katzbach in den Adler-Werken mit Thomas Altmeyer

13:45 Uhr – Microphone Mafia

14:30 Uhr – Schultheater-Studio: Epilog „Damals war es Friedrich“ | Vergessen: Roma und Sinti im Widerstand gegen das NS-Regime

15:15 Uhr – Luna de Paita

16:00 Uhr – Abschluss

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Stammtisch der VVN-BdA Frankfurt am 4. Mai

21. April 2022

Matthias Jochheim spricht zum Krieg in der Ukraine. 

  • Beginn: 18:30 Uhr
  • Ort: Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Der 1. Mai 2022 in Frankfurt am Main

26. April 2022

Termin: 01.05.2022, 10:30 bis 15:00

Veranstalter: DGB Frankfurt

Der 1. Mai versinnbildlicht laut hessischer Verfassung das Bekenntnis zur sozialen Gerechtigkeit, zu Fortschritt, Frieden, Freiheit und Völkerverständigung. In diesem Sinne wollen wir den ersten Mai in diesem Jahr, zum erhofften Ende der Corona-Pandemie, besonders feiern: als Dank für die Beschäftigten der systemrelevanten Berufe, und im Zeichen einer demokratischen, solidarischen Gesellschaft, die auch in schwierigen Zeiten zusammensteht, ohne Verschwörungsideologien und Egoismus.

Darum rufen wir in diesem Jahr gemeinsam mit den Omas gegen Rechts zu Demonstration und Kundgebung auf unter dem Motto: „Dank und Anerkennung für die Beschäftigten der systemrelevanten Berufe! Respekt, Toleranz, Solidarität und Demokratie für Alle!“ Die Aktion ist Teil der bundesweite Schleifen-Kampagne der Omas gegen Rechts für Toleranz, Respekt, Solidarität und Demokratie. Die Schleifen werden am 1. Mai auf dem Römerberg gegen eine Spende an Ärtze ohne Grenzen: Ukrainehilfe abgegeben (mehr Infos).  

Es sprechen:

  • Elke Hannack, Stellvertretende DGB-Bundesvorsitzende
  • Jutta Shaik, Vorsitzender der Omas gegen Rechts Frankfurt
  • Streikende der Sozial- und Erziehungsberufe
  • Oberbürgermeister Peter Feldmann
  • Kolleg*innen der französischen Gewerkschaft CGT
  • Vertreter*innen der DGB Jugend

Moderation: Philipp Jacks (DGB Frankfurt)

Musik:

  • Klein & Glücklich (Frankfurter Liedermaching)
  • Gunther Sanwald & Band (Gewinner des IG-Metall-Songcontests)

Außerdem wird der 1. Mai in diesem Jahr begleitet von Rahmenveranstaltungen:

  • Am 30. April nachmittags findet ein Austausch mit französischen Gewerkschafter*innen aus Straßburg statt (Details folgen).
  • Am 30. April um 16 Uhr findet der ökumenische Gottesdienst zum Tag der Arbeit statt, in diesem Jahr im Frankfurter Dom zum Thema „Gute Arbeit – geht ja doch! Was die Spaltung überwindet“. Predigt: Dr. Julia Dinkel, Referentin für Arbeit & Soziales/ Europa im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, Mainz. Flyer mit allen Infos: siehe unten.
  • Am 30. April lädt die Stadt Frankfurt wieder zum „Mahl der Arbeit“ die Frankfurter Betriebs- und Personalräte ein.
  • Am 1. Mai ab 15 Uhr, direkt im Anschluss an die Maikundgebung, feiert die Nationalen Vereinigung der Partisanen Italiens in Frankfurt (ANPI Frankfurt) die Befreiung vom Faschismus in Italien (Details folgen).

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