Antifaschistische Filmreihe: Zeit des Schweigens und der Dunkelheit

13. September 2024

Sonntag, 22. September 2024, 19 Uhr
Ort: Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt

In ihrem Film „Tiefland“ setzte Leni Riefenstahl, die in den 1930er Jahren durch Filme über NS-Parteitage und die Berliner Olympiade bekannt wurde, Sinti und Roma als Kompars*innen ein. Sie waren im Zwischenlager Maxglan in der Nähe von Salzburg interniert und wurden später nach Auschwitz deportiert. Die Regisseurin Nina Gladitz fand überlebende Darsteller*innen, die sich erinnern, wie Riefenstahl sie im Lager ausgesucht und ohne Entlohnung für die Dreharbeiten zwangsverpflichtet hatte. Gerade durch Interviews mit ihnen stellt Gladitzs Film ein wichtiges Zeitzeugnis dar. Nach der Fernsehausstrahlung verklagte Riefenstahl Gladitz. Die Klage wurde in drei von vier Punkten zurückgewiesen. Gladitz nahm keine Neubearbeitung vor, der Film verschwand im Archiv und sie bekam keine Aufträge von ARD-Sendern mehr.

Mit Einleitung und anschließendem Filmgespräch mit der Filmhistorikerin und Kuratorin Vivien Buchhorn.
Der Eintritt ist frei.

Kommt vorbei, schaut und diskutiert mit uns!
Die Filmreihe wird veranstaltet von: VVN-BdA Frankfurt, A.N.P.I. Frankfurt, Dritte Welt Haus; in Kooperation mit: Club Voltaire

Alle Infos auf: http://antifaschistische-filmreihe-ffm.de

Flyer mit weiteren Vorführungen: KLICK


Antifaschistische Filmreihe: Incident at Oglala – Zwischenfall in Oglala

12. September 2024

Sonntag, 13. Oktober 2024, 19 Uhr
Ort: Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt

„Incident at Oglala“ ist eine Doku von Michael Apted und wird von Robert Redford erzählt. Im Juni 1975 wurden im Pine Ridge Reservat zwei FBI-Agenten und ein junger Indigener erschossen. Als mutmaßlichen Mörder der Agenten machten die Behörden den indigenen politischen Aktivisten Leonard Peltier aus. Seit über 48 Jahren ist Peltier immer noch in Haft, obwohl Recherchen von Bürgerrechtlern ergeben haben, dass Peltier mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Täter war. Ein Film als flammender Aufruf, die Not und Diskriminierung nicht zu vergessen, denen die nordamerikanischen Ureinwohner auch heute noch ausgeliefert sind. Peltiers Anhänger, einschließlich des International Indian Treaty Council, behaupten er sei unschuldig an den Verbrechen.

Mit Einleitung und anschließendem Filmgespräch. Referent: Michel Koch von „Leonard Peltier Solidarität“
Der Eintritt ist frei.
Die Filmreihe wird veranstaltet von: VVN-BdA Frankfurt, A.N.P.I. Frankfurt, Dritte Welt Haus; in Kooperation mit: Club Voltaire

Alle Infos auf: http://antifaschistische-filmreihe-ffm.de
Flyer: KLICK


„Ihr wisst nicht, wo mein Mut endet“ – Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg

11. September 2024

Mittwoch, 16. Oktober, 19 Uhr
Ort: Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt

© PapyRossa Verlag

Sie kamen aus mehr als zwanzig europäischen Ländern, aus dem faschistischen Deutschland, aus besetzten und nicht besetzten Regionen. Und sie widersetzten sich der Terrorherrschaft des deutschen Faschismus und dem Krieg. Sie haben für die Werte der Freiheit, des Friedens, der Menschenwürde und der Solidarität gekämpft, ihr Leben riskiert, und zur Befreiung vom deutschen Faschismus beigetragen. Dabei haben sich viele unter ihnen von traditionellen Geschlechterrollen befreit.

Diese Frauen machen Mut für das heutige Auftreten gegen Neofaschismus, Rechtspopulismus, Fremdenhass, Sexismus und Krieg.

Dr. Florence Hervé, französisch-deutsche Autorin, stellt ihr neues Buch vor: „Ihr wisst nicht, wo mein Mut endet“ (2024). Sie war bereits Herausgeberin von „Mit Mut und List“ (3. Aufl. 2023). Sie erinnert an den oft unsichtbaren Frauenwiderstand in Europa, und stellt einige dieser couragierten Widerstandskämpferinnen vor.
Sie ist Mitherausgeberin des seit 1979 erscheinenden Taschenkalenders „Wir Frauen“.
Als sie 2014 das Bundesverdienstkreuz erhalten sollte, verzichtete sie darauf – u.a. mit dem Hinweis auf eine unzureichende Bekämpfung von Neonazismus und Rassismus sowie auf eine ungenügende Anerkennung des antifaschistischen Widerstands.


Antifaschistisches Pasta-Essen in Frankfurt

11. September 2024

Samstag, 28. September 2024, ab 12 Uhr
Ort: AWO-Nordzentrum, Eckenheimer Landstraße 93, 60318 Frankfurt

A.N.P.I. feiert die Befreiung vom Faschismus mit einem traditionellen Pasta-Essen und lädt alle antifaschisten Freundinnen und Freunde herzlich dazu ein.
Erinnert wird dabei an die Familie Cervi, die am 25. Juli 1943 die Verhaftung Mussolinis mit 380 Kilo Nudeln feierte. Als die Cervi-Brüder aus Campegine, einem kleinen Dorf in der Provinz Emilia, von der Verhaftung des Duce erfuhren, beschafften sie Mehl, nahmen Butter und Käse auf Kredit von der Molkerei und bereiteten Kilo um Kilo Nudeln zu, die sie dann in Milchkanistern an die Dorfbewohner verteilten. Es waren mit Butter und Käse gewürzte Makkaroni.

Eine Reservierung ist bis zum 20. September erforderlich, schriftlich an: frankfurt@anpi-deutschland.de

Link: https://anpi-deutschland.de/pastasciutta-antifascista-a-francoforte/


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