Start unserer Kampagne „Kreuze ohne Haken“ – Wählt Demokratie!

18. August 2023

Start unserer Kampagne „Kreuze ohne Haken“ – Wählt Demokratie! Zur Landtagswahl in Hessen am 08. Oktober 2023.

Die VVN-BdA – Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten erinnert an den Schwur, den die Häftlinge des KZ Buchenwald kurz nach ihrer Befreiung aussprachen: „Die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Eine neue Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Uns ist bewusst, dass weder Frieden noch Freiheit für alle Menschen mit der AfD möglich sind. Die Äußerungen von Funktionär*innen und die Verstrickungen mit faschistischen Gruppen und Verlagen sind offensichtlich. Sie verdeutlichen ganz deutlich, wie rassistisch, antisemitisch, sexistisch, antimuslimisch und chauvinistisch ihr Weltbild ist. Damit hat sie endgültig den extremen rechten Rand erreicht. Die AfD selbst als „demokratisch legitimierte Partei“ zu bezeichnen und so zu handeln, halten wir für politisch falsch und angesichts der deutschen Geschichte für gefährlich. Dem gilt es, sich entgegenzustellen, ihnen die Räume zu nehmen und aufzuklären. Wir, als VVN-BdA, sind eine überparteiliche Organisation. Daher geben wir keine Wahlempfehlung für eine der kandidierenden Parteien ab. Wir möchten jedoch klarstellen, welche politischen Inhalte wir von Parteien erwarten, die in den hessischen Landtag einziehen wollen. Daher empfehlen wir nur solche Kandidat*innen zu wählen,

die sich engagiert für die Verteidigung und Verwirklichung der antifaschistischen Grundsätze der Hessischen Landesverfassung einsetzen.

Um der Politik der AfD bei der kommenden Landtagswahl etwas entgegenzusetzen, werden wir verschiedene Vorträge und Diskussionsveranstaltungen durchführen. Gegenproteste werden organisiert und unterstützt, und wir solidarisieren uns mit allen antifaschistischen Kräften.

Zu unserer Kampagnenseite Demokratie wählen

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Die Antifaschistische Filmreihe zeigt: Gilaven! Sing!

14. August 2023

Die Antifaschistische Filmreihe zeigt:

Gilaven! Sing! (D 2003, 90 Min.)

Donnerstag, 17.08.2023

Ort: DGB-Jugendclub U68,

Wilhelm-Leuschner-Str. 69/77, 60329 Frankfurt am Main

Der Dokumentar Film Gilaven! Sing! ist ein Portrait über Ida Kelarová.

Die Roma-Musikerin gibt in Prag Workshops. Sie engagiert sich für die Belange der Roma in Tschechien und der Slowakei. Auf der Burg Svojanov organisierte sie das große Gypsie Celebration Festival. Ihre Lebensphilosophie ist so einfach wie ansteckend: Kunst ist, sich zu öffnen, Kraft in Musik zu verwandeln, die Trauer herauszulassen. Ein mitreißender Film mit viel Musik und voller Hoffnung.

Mit Einleitung und anschließendem Filmgespräch.

Kommt vorbei, schaut und diskutiert mit uns – Eintritt frei!

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Gedenktag Hiroshima & Nagasaki

7. August 2023

Vor 78 Jahren, am 6. und 9. August 1945, wurden die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki auf Befehl der US-amerikanischen Regierung abgeworfen. 100.000 Menschen wurden sofort getötet, in den darauffolgenden Jahren starben mindestens weitere Hunderttausend durch die Folgen der Explosion.

In Frankfurt am Main fand zu diesem Anlass eine Gedenkveranstaltung auf dem Paulsplatz statt, an dem sich ein breites Bündnis beteiligte.

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In Erinnerung an Lore Wolf

4. August 2023

Als Lore Winkler am 11. März 1900 im unterfränkischen Sommershausen geboren, zog sie mit ihrer Familie 1906 nach Höchst bei Frankfurt. Mit 15 Jahren organisierte Lore Wolf sich in der Gewerkschaft als sie während des 1. Weltkrieges in einer Munitionsfabrik arbeitete, später auch in der Naturfreundejugend; mit 19 Jahren wurde sie Mitglied der SAJ, der Sozialistischen Arbeiterjugend. Sie fand eine Anstellung als Stenotypistin in der Stadtverwaltung Frankfurt.
Ihre Arbeit war vielfältig – sie unterstütze Flüchtlinge und Teilnehmer der Internationalen Brigaden im spanischen Bürgerkrieg und schloss sich in Paris der französischen Widerstandsbewegung, der Resistance an. Lore Wolf wurde in Folge eines Verrats verhaftet, an die Gestapo ausgeliefert, vom „Volksgerichtshof“ in Berlin am 18. Juni 1941 zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Festnahme wollte man vor allem von ihr wissen, wo Anna Seghers sich befand – Lore Wolf verriet ihre Freundin nicht. Fünf Jahre verbrachte sie in Einzelhaft – die meiste Zeit im hessischen Ziegenhain, sie widerstand den Verhören, der Folter und der Isolation und blieb ihren Überzeugungen ihr Leben lang treu und mit ihrer Freundin Anna Seghers bis zu deren Tod eng verbunden.

Lore Wolf starb am 4. August 1996 in Frankfurt am Main.

https://hessen.vvn-bda.de/lore-wolf/

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