2 Jahre Hanau, Kein Vergeben – Kein Vergessen! Demonstration – 19.02.2022 – Ab 14:00 Uhr – Friedensbrücke, Frankfurt

6. Februar 2022

Zwei Jahre in denen staatliche Organe in ihrer permanenten Suche nach Einzeltätern wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis stellen konnten, dass sie nicht Teil einer Lösung zur Bekämpfung rassistischer Strukturen sind, sondern Teil des Problems. Mit dem offiziellen Ende des Ermittlungsverfahrens reiht sich Hanau in eine lange Reihe von rechtsterroristischen Anschlägen ein, die angeblichen Einzeltätern zugeschrieben werden. Für uns ist das ein klares Zeichen, dass es erneut wir sind, die für eine lückenlose Aufklärung kämpfen müssen und auch kämpfen werden. Aus diesem Grund stehen wir solidarisch mit den Angehörigen, die im Untersuchungsausschuss für die Beantwortung ihrer Fragen kämpfen.

Rassismus ist unser aller Problem. Egal ob in alltäglichen Situationen, bei der Bildung, auf dem Arbeitsmarkt und in Institutionen. Überall, wo wir Rassismus begegnen, werden wir gespalten, gegeneinander aufgehetzt oder ausgeschlossen. Somit dient Rassismus vor allem dazu, einen Schleier über unsere Gemeinsamkeiten und unser gemeinsames Interesse an einer lebenswerten Zukunft zu legen. Er dient dazu, vergessen zu lassen, dass Probleme wie Sozialabbau, Privatisierung öffentlicher Lebensbereiche, ein marodes Bildungssystem, unbezahlbare Wohnungen und schlechte Arbeitsbedingungen auf den Schultern aller Lohnabhängigen Menschen liegen. Egal ob Migrant, Geflüchtet oder hier geboren. Unsere Spaltung dient dazu Profite zu sichern. Diese Politik gilt es überall, wo wir sind, zu bekämpfen.

Wir wollen auf die Straße gehen, um zu zeigen, dass Rassismus in unserer Gesellschaft keinen Platz haben kann. Wir kämpfen gegen schlechte Arbeitsbedingungen, Privatisierungen, die Krisenpolitik im Sinne der Banken und Konzerne, die auf dem Rücken von Arbeiterinnen und Arbeitern ausgetragen werden und die den Nährboden für rassistische Organisationen und Parteien liefern. Deswegen rufen wir alle Menschen dazu auf mit uns ein Zeichen zu setzen und am 19. auf der Straße zu sein.

#saytheirnames : Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi und Fatih Saraçoğlu

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Nachruf Emil Mangelsdorff

31. Januar 2022

Ich glaube an die Wendung zum Besseren.
Emil Mangelsdorff, 2006
 
Emil Mangelsdorff
11. April 1925 – 21. Januar 2022
Wir müssen Abschied nehmen von einem begnadeten Musiker.

Seine Liebe zur Musik und seine große Lebensfreude gaben ihm die Kraft, bis ins hohe Alter einen aktiven Platz einzunehmen. Emil war ein Geschenk für alle, die ihm begegnen durften.

Das lange Schweigen in der Pandemie hat auch ihn verstummen lassen. Seine Gesprächskonzerte „Jazzmusiker im 3.Reich“ waren ein wichtiger und authentischer Beitrag der Erinnerungsarbeit, wir sind dankbar, dass wir ihn durch Kulturzentren, Schulen, Kirchen und Synagogen begleiten durften.

Er liebte die Bühne und sein Publikum, das Publikum verehrte und liebte ihn. Seine Musik, seine freundliche und fröhliche Art, werden wir in Erinnerung behalten. Wir sind dankbar, seine Stimme wird uns fehlen.

Wir verabschieden uns am Mittwoch, den 2. Februar, 12.00 Uhr am Frankfurter Hauptfriedhof. Wegen der aktuellen Hygiene-Auflagen haben nur 30 Menschen Zutritt in die Trauerhalle.

 

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27. Januar – Holocaust Gedenktag – Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

23. Januar 2022

Kundgebung und Demonstration am 27.01.2022 in Frankfurt-Höchst

17:30 Uhr: Treffpunkt auf dem Höchster Schlossplatz

Gedenken – Kundgebung und Demonstration zum

  1. Januar – Holocaust Gedenktag – Befreiung von Auschwitz

Am 27. Januar 1945 haben Soldaten der Roten Armee die Konzentrationslager von Auschwitz befreit. Mehr als eine Millionen Menschen hatten die Nazis dort ermordet. Der Tag der Befreiung ist mittlerweile internationaler Holocaust-Gedenktag.

Wir wollen gemeinsam diesen Tag Gedenken.
Da sich leider inzwischen die „Spaziergänger“ von Querdenken an den Donnerstagen in Höchst treffen, wollen wir diesem Geschichtsrevisionismus, Antisemitismus, Rassismus und NS-Relativierung Einhalt gebieten.

Wir treffen uns um 17:30 Uhr auf dem Höchster Schlossplatz mit
anschließender Kundgebung, Demonstration, Menschenkette um die ehemalige Synagoge (Ettinghausenplatz) und gemeinsame Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz.

Es bleibt dabei: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Gegen Corona hilft nur Vernunft, Solidarität und Zusammenhalt!

Wer mit Nazis marschiert, hat nichts kapiert!

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Der Flyer ist in verschiedenen Sprachen zum herunterladen verfügbar:

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Eine ehrenwerte Familie -> Unbedingt Karten reservieren

28. November 2021

Eine ehrenwerte Familie
Die Microphone Mafia – Mehr als nur Musik
Lesung von Kutlu Yurtseven
am Donnerstag, den 9. Dezember 2021 in der Brotfabrik, Bachmannstr. 2-4, 60488 Frankfurt/Main
Eine Veranstaltung der VVN-BdA in Kooperation mit dem Kulturprojekt  21 e.V. Brotfabrik
Eintritt:   ab 14,20 Euro

Wenn Rossi Pennino und Kutlu Yurtseven, eingeladen von Kulturgruppen, Gewerkschaften oder Schulen, auf Türkisch, Italienisch und Deutsch rappen, so blicken sie auf rund 30 Jahre ›Microphone Mafia‹ zurück. Aufgewachsen im Schatten der Bayer-Werke, würdigen sie zunächst die erste Generation jener Arbeitsmigranten, die »alles gaben«. Stets standen sie für das Selbstbewusstsein des HipHop. Neben unbeschwerten Stücken prägen solche über die Brandanschläge der 1990er Jahre das Repertoire der Band. Das NSU-Attentat auf der Kölner Keupstraße erfuhr Kutlu aus der Nähe –allein Grund genug, sich auch jenseits der Musik in Initiativen oder auf der Schauspielbühne zu positionieren. Gastbeiträge von Esther und Joram Bejarano, Chaoze One, Murat Güngör, Hannes Loh (Anarchist Academy) u.a. runden das Buch ab.
Rosario >>Rossi<< Pennino, *1972 (am 9.12.2021 nicht anwesend) Gründungsmitglied von Microphone Mafia, rappt auf Italienisch, Neapolitanisch und Deutsch, arbeitet als Koch in einer Großkantine.
Kutlu Yurtseven, *1973, Gründungsmitglied von Microphone Mafia, rappt auf Türkisch und Deutsch. Nach den NSU-Anschlägen beteiligt er sich an der Initiative »Keupstraße ist überall« und  wirkt am Theaterstück »Die Lücke« des Kölner Schauspiels mit. Er arbeitet als Ganztagskoordinator an einer Schule.

Diese Veranstaltung findet unter 2G (geimpft und/oder genesen)-Regelung statt.
Bitte zeigt Euren Impf- und/oder Genesenen-Nachweis sowie Personalausweis am Einlass vor.

Karten über:
https://brotfabrik-frankfurt-ticketshop.reservix.de/tickets-kutlu-eine-ehrenwerte-familie-lesung-in-frankfurt-am-main-brotfabrik-am-9-12-2021/e1751114

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