Grußadresse der GEW Frankfurt

18. Juli 2021

Der Frankfurter Bezirksvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gratuliert der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes zu ihrem 75 jährigen Bestehen. Ihr Engagement im Geiste des Schwurs von Buchenwald war und ist eine wichtige zivilgesellschaftliche Stütze bei der Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und der Aufrechterhaltung der Erinnerung an das Leid seiner Opfer. Und auch mit Blick auf die Vielzahl rechter Radikalisierungen bis in die Mitte der Gesellschaft hinein braucht es weiterhin dringend einen Bund der Antifaschist*innen zur Verteidigung von Demokratie und Frieden!

Wir trauern auch um Esther Bejarano, die in ihrem Wirken gegen Faschismus und Antisemitismus uns immer ein Vorbild war und auch weiterhin bleiben wird!

Grußwort der Rosa-Luxemburg-Stiftung Club Wetterau

18. Juli 2021

Liebe Kammerad*innen!
Wohl wahr: Schauen wir auf die Groß-BRD-Realität, feiern kann einem schon vergehen…
Doch nein, wir stecken den Kopf nicht in den Sand!
Wir erinnern uns beispielsweise an Ettie und Peter Gingold und Emil Carlebach und die vielen anderen Antifaschist*innen:
So zum Beispiel an Emil, der uns den Schwur der befreiten Häftlinge des KZ Buchenwald plastisch vermittelte: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung! Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel!“
Und an Peter, der uns Mut machte: „Als ich auf die Welt kam, war ich Untertan von Kaiser Wilhelm und viele dachten, dieses Kaiserreich würde ewig bestehen. Als ich nach zwei Jahren zu laufen anfing, war das Kaiserreich verschwunden und die Weimarer Republik da; und die dauerte auch nur vierzehn Jahre. Dann kam das so genannte „Tausendjährige Reich“ der Nazis. Es lebte keine tausend Jahre. Ein klein bisschen haben wir dazu beigetragen, dass es nur zwölf Jahre dauerte und zerschmettert wurde. Dann glaubten wir wirklich, ein Drittel der Erde gehe unabänderlich, unweigerlich dem Sozialismus entgegen. 1989 war es auch verschwunden. Da begann ich meinen Freunden und Genossen zu sagen: Jetzt nicht wie Jammerlappen auf dieser Erde herumstehen, sondern nur noch darüber nachdenken und analysieren, wie so etwas geschehen konnte. Denn der erste Versuch eines Arbeiter- und Bauernstaates, die Pariser Commune, dauerte nur drei Monate, und Karl Marx jammerte nicht, sondern analysierte die Ursachen der Niederlage. Dann kam ein zweiter Versuch – auf deutschem Boden sogar -, der existierte immerhin 70 Jahre. Und der dritte Versuch – das könnt Ihr Euch vorstellen – der wird nicht so schnell verschwinden.“
Lernen wir aus unseren Fehlern und also feiern wir und kämpfen weiterhin gemeinsam für eine Welt des Friedens und des Sozialismus!
Peter Eickmann
Rosa Luxemburg Stiftung Club Wetterau

Grußwort der Fraktion DIE LINKE im Frankfurter Römer

18. Juli 2021

Liebe Freundinnen und Freunde der VVN-BdA,

als Organisation der Überlebenden der Konzentrationslager und der Gefängnisse der Nazis leistet ihr einen
unschätzbaren Dienst zur Erinnerung an die Verbrechen des Faschismus, informiert über neofaschistische
Umtriebe und seid in breiten gesellschaftlichen Bündnissen gegen neue und alte Nazis aktiv. Dafür sind wir
alle der VVN-BdA zu großem Dank verpflichtet.

Im Namen der gesamten Fraktion DIE LINKE. im Römer möchten wir daher sehr herzlich und mit
solidarischem Gruß zum 75-jährigen Bestehen gratulieren.

Mit dem allmählichen Versterben der letzten Überlebenden des Naziregimes, der Tod Esther Bejaranos hat
uns das gerade wieder schmerzlich vor Augen geführt, wünschen wir dem Bund einen nicht versiegenden
Zustrom nachkommender Antifaschistinnen und Antifaschisten.

Auf das noch viele weitere Jahre folgen, denn noch gibt es viel zu tun. Wir werden uns weiterhin gemeinsam
den Nazis entgegenstellen, wir kämpfen zusammen gegen Rassismus, Antisemitismus und alle Versuche die
NS-Verbrechen zu relativieren, auch im Gedenken an eure Ehrenvorsitzende Esther Bejarano.
Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des
Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

Mit freundlichen Grüßen
Dominike Pauli
Fraktionsvorsitzende

Grußwort des Studienkreises Deutscher Widerstand

18. Juli 2021

Herzlichen Glückwunsch, dass ihr mit eurer antifaschistischen und antirassistischen Arbeit 75 Jahre durchgehalten habt und weitermacht.

Eure Arbeit ist weiterhin wichtig, vielleicht noch wichtiger.

Denn die Anzahl der rassistisch, rechtsradikal bis faschistisch Denkenden in der Bevölkerung ist größer geworden. Die Gründung und das Handeln der AfD hat rechtsradikale Positionen aus der Vertretung am Stammtisch gesellschaftsfähig gemacht und erscheint vielen gleichberechtigt als demokratische Positionen. Da gilt es, gegenzuhalten. Mit klarer Kante und mit dem Kampf für einen ausgeweiteten, Sicherheit schaffenden Sozialstaat. Die Umbrüche im Kapitalismus – befristete Arbeitsverhältnisse, prekäre Beschäftigung, Übermacht des Kapitals usw. – führen in der Bevölkerung zur Verunsicherung, die der abgebaute Sozialstaat nicht mehr umfänglich auffängt und viele nach einfachen Lösungen suchen lässt, wie sie die AfD bietet. Dass das ein Trugschluss ist, lässt sich schon daran erkennen, dass die AfD bis heute kein Rentenkonzept vorweisen kann, darum aber umso lauter rechtsradikale Parolen verbreitet.

Da ist klare Kante gefordert, aber auch der breit angelegte Kampf für einen erweiterten Sozialstaat. Bleibt also weiter am Ball.

Herzliche Grüße

Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 – 1945 e.V.

Hannelore Schmitthenner-Bopp

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