„Eine Stadt macht mit“ – so betitelte vor wenigen Jahren das Historische Museum eine ihrer Ausstellungen. In der Tat profitieren viele vom NS-Regime, während andere verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden. Es gab auch diejenigen, die versucht haben, gegen die NS-Diktatur zu arbeiten und Widerstand geleistet haben. Der Rundgang begibt sich im Frankfurter Bahnhofsviertel und der Altstadt auf die Spuren einiger dieser Widerstandskämpfer:innen.
Der Faschismus ist zurück – und mit ihm die Frage, wie wir ihn verstehen und bekämpfen können. Der jüngst erschienene Sammelband „Was war Faschismustheorie?“ (Verbrecherverlag, 2026) nimmt sich dieser Frage an, indem er auf die Geschichte der Faschismustheorie selbst blickt. In der Buchvorstellung und Diskussion mit der Autorin eines Beitrags, Francesca Raimondi, und dem Herausgeber Morten Paul wollen wir gemeinsam das Unabgegoltene historischer Versuche befragen, Faschismus zu verstehen und zu verhindern. Einen besonderen Blick werfen wir dabei auf Adornos Verständnis vom mythischen Charakter des Faschismus, dem sich der Beitrag von Francesca Raimondi widmet. Was lässt sich von seinen historischen Kritiken über die Bekämpfung des Faschismus (heute) lernen? Welches Rüstzeug linker Theorie ist noch heute brauchbar, was muss umgerüstet und umfunktioniert werden?
Sonntag, 28. Juni 2026, 19.00 Uhr Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt am Main
1992 zerstörten rassistische Brandanschläge in Mölln das Leben von Ibrahim und seiner Familie. Der 7-Jährige überlebte das Feuer, verlor aber seine Schwester, Cousine und Großmutter. In der Folgezeit erhielt die Stadt Mölln Hunderte von Solidaritätsbriefen, die lediglich archiviert wurden. 2020 erst wurden diese im Archiv wieder entdeckt und an die Familie weitergeleitet. Verwoben mit İbrahims ergreifender Erinnerungsreise und seinen Begegnungen mit drei Briefschreiberinnen, bilden diese längst vergessenen Botschaften die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Film begleitet Ibrahim sowie die Geschwister und zeichnet ein sensibles Portrait des Traumas. Durch seinen Kampf gegen Rassismus und den Einsatz für die Opfer hat er seinen Weg gefunden den Schmerz zu kanalisieren. Der Bruder kämpft noch mit emotionalen Narben. Der Film gibt den Überlebenden Gehör und erzählt von Solidarität in den Möllner Briefen.
Der Eintritt ist frei. Mit Einleitung und anschließendem Filmgespräch.
In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen