Sonntag, 6. September 2026, 18:00 Uhr Römerberg, 60311 Frankfurt
Das Bündnis gegen rechts in Frankfurt ruft am 6. September um 18 Uhr zu einer Demo auf dem Frankfurter Römer auf. Die Veranstaltung soll den Menschen die Möglichkeit geben, auf die vermutlich erschreckenden Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt zu reagieren und ihre Gefühle und Gedanken zu äußern. Die Teilnehmenden solidarisieren sich mit mit den Demokrat:innen in Sachsen-Anhalt. Weiterhin werden die Politiker der demokratischen Parteien aufgefordert, ein AfD-Verbotsverfahren zu prüfen.
Das Berliner Finanzamt für Körperschaften I droht der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten” (VVN-BdA) mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit. Aufhänger dafür ist ihre Trägerschaft der Kampagne „AfD-Verbot jetzt!“. Ein Entzug würde Steuernachzahlungen bedeuten und die Arbeitsfähigkeit des Vereins erheblich einschränken.
Das Finanzamt macht sich damit zum Erfüllungsgehilfen mehrerer Medien im AfD-Umfeld, die die VVN-BdA bei der Finanzverwaltung angeschwärzt hatten. Die politische Verantwortung dafür trägt der Berliner Finanzsenator und CDU-Bürgermeisterkandidat für Berlin, Stefan Evers.
Wir stellen fest: Die rassistische und extrem rechte AfD ist das Problem, nicht diejenigen, die sich gegen sie wehren. Das Grundgesetz entstand als Gegenentwurf zum NS-Staat und beinhaltet explizit die Möglichkeit eines Parteiverbots, um zu verhindern, dass die Geschichte sich wiederholt.
Wir fordern: Die VVN-BdA muss gemeinnützig bleiben!
Sonntag, 30. August 2026, 19.00 Uhr Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt am Main
Daniel, ein junger Mann aus der Provinz, kommt nach Berlin und trifft Clemens. Beide erleben die große Liebe, ziehen zusammen und versuchen, die bürgerliche Ehe zu kopieren. Doch nach vier Monaten endet das Glück. Daniel lernt einen älteren, reichen Mann kennen und zieht mit ihm in dessen Villa. Doch bald betrügt ihn sein Freund – für ihn war Daniel nur ein Objekt. Daniel arbeitet nun in einem Homosexuellen-Café, kleidet sich modisch und passt sich schnell den Idealen der Subkultur an. Seine Freizeit verbringt er im Strandbad, nachts in Bars, wo er immer abhängiger von wechselnden sexuellen Abenteuern wird. Bald entdeckt er den Reiz schwuler Parks und Toiletten, erlebt Gewalt gegen ältere Homosexuelle. Schließlich landet er in einer Transvestitenkneipe, wo sich spätnachts alle treffen, die keinen Partner fanden. Dort trifft er Paul, der ihn in eine schwule Wohngemeinschaft mitnimmt. Die Gruppe macht ihm klar, dass er oberflächlich lebt. Seine Aufgabe: sich zum Schwulsein bekennen, Inhalte schaffen jenseits von Mode und Sex. Er soll sich politisch organisieren und über menschliche Formen des Zusammenlebens nachdenken. Praunheims Attacken richten sich nicht gegen fremde Unterdrücker, sondern gegen das eigene Lager. Die missliche Lage der Homosexuellen sei hausgemacht – so die These des Films. Verwirrung, Empörung, Bestürzung im Schwulenlager waren die Folge, aber auch Bewegung, Aktion, Coming-Out und Solidarität.
Präsentiert von: Pride Rebellion
Der Eintritt ist frei. Mit Einleitung und anschließendem Filmgespräch.
In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen