1992 zerstörten rassistische Brandanschläge in Mölln das Leben von ibrahim und seiner Familie. Der 7-Jährige überlebte das Feuer, verlor aber seine Schwester, Cousine und Großmutter. In der Folgezeit erhielt die Stadt Mölln Hunderte von Solidaritätsbriefen, die lediglich archiviert wurden. 2020 erst wurden diese im Archiv wieder entdeckt und an die Familie weitergeleitet.
Verwoben mit ibrahims ergreifender Erinnerungsreise und seinen Begegnungen mit drei Briefschreiberinnen, bilden diese längst vergessenen Botschaften die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Film begleitet Ibrahim sowie die Geschwister und zeichnet ein sensibles Portrait des Traumas. Durch seinen Kampf gegen Rassismus und den Einsatz für die Opfer hat er seinen Weg gefunden den Schmerz zu kanalisieren. Der Bruder kämpft noch mit emotionalen Narben. Der Film gibt den Überlebenden Gehör und erzählt von Solidarität in den Möllner Briefen.
Der Eintritt ist frei. Mit Einleitung und anschließendem Filmgespräch.
Link: https://antifaschistische-filmreihe-ffm.de/